Monatszeitschrift für Anwaltshaftung
Herausgegeben von Rechtsanwalt Raphael Slowik
Die erste Ausgabe der Monatszeitschrift für Anwaltshaftung (MZfA) ist am 15. September 2026 erschienen. Der Schwerpunkt ist der Rückblick. Lesen Sie das vollständige Heft online oder laden Sie die PDF-Ausgabe herunter.
Die MZfA berichtet rechtsgebietsübergreifend über Rechtsprechung, Gesetzgebung, Berufsrecht, Rechtspolitik und Legal Tech. Die Beiträge der ersten Ausgabe stammen von Raphael Slowik. Sie verbinden präzise Nachweise mit einer eigenständigen rechtlichen Einordnung. Die Zeitschrift lädt zu Aufsätzen, Besprechungen und begründeten Erwiderungen ein.

Ausgabenarchiv · 1. Jahrgang
MZfA 1/2026 – Rückblick
September 2026 · 26 Seiten · 28 Fachbeiträge
Mit Editorial und Einladung zur Mitarbeit
Die vollständige Ausgabe mit gegliederten Beiträgen, Randnummern und 127 Fußnoten. Redaktionsschluss: 11.09.2026, 14:00 Uhr. Nachtragsstand und Erstveröffentlichung: 15.09.2026.
Die sechs Rubriken der MZfA
Die Ausgabe 1/2026 verbindet den Schwerpunkt Anwaltshaftung mit Entwicklungen aus anderen Rechtsgebieten. Die sechs Rubriken gliedern auch künftig jedes Heft.
Editorial – Vorwort des Herausgebers
Raphael Slowik führt in den Rückblick ein und erläutert den wissenschaftlichen Anspruch und die Einladung zum fachlichen Austausch.
Gesetzgebungsrückblick
Vorsorgeregister, Vollstreckungsformulare, Fortbildungsrecht und Außenprüfung: Änderungen und ihre zeitliche Anwendung.
Rechtsprechung
Anwaltshaftung, Zivilprozess-, Arbeits-, Urheber-, Datenschutz- und Steuerrecht: Entscheidungen, Aufsätze und quellengebundene Besprechungen.
Berufsrecht und Kanzleipraxis
Berufspflichten, Zulassungsfragen, Kanzleiorganisation und die institutionelle Vorabprüfung von Schiedssprüchen.
Rechtspolitik
Reformvorhaben, Opferrechte und Beratungskapazität der Anwaltschaft. Politische Positionen und geltendes Recht werden unterschieden.
Legal Tech und Digitalisierung
Generative KI, anwaltliche Kontrolle und Justizcloud: technische Entwicklungen und ihre rechtlichen Voraussetzungen.
Aktuelle Onlinebeiträge
Eigenständige Onlinebeiträge zu Rechtsprechung, Gesetzgebung, Berufsrecht und Legal Tech. Neue Beiträge und datierte Aktualisierungen ergänzen den vorhandenen Bestand.
Beiträge vom 21. bis 29. September 2026
Die folgenden Beiträge stehen in der Reihenfolge ihrer ursprünglichen Beitragsdaten. Die Onlineveröffentlichung erfolgte am 29. September 2026.
Elektronischer RechtsverkehrDelegierter beA-Versand
Wer einen einfach signierten Schriftsatz durch eine andere Person aus dem persönlichen beA versenden lässt, muss die Formanforderungen gesondert prüfen.
Beitragsdatum
GeldwäschepräventionGeldwäscheprüfung: Drei Fragen statt eines pauschalen Alarmreflexes
Geldwäscheprävention verlangt eine geordnete Prüfung: Erfasst das Gesetz die konkrete Tätigkeit, welche organisatorischen Anforderungen folgen und wann entsteht eine Meldungspflicht? Ein undifferenzierter Hinweis auf verdächtige Mandantengelder kann diese verschiedenen Fragen nicht beantworten. Der Beitrag unterscheidet die drei gesetzlichen Prüfungsebenen.
Beitragsdatum
Finanzprozess und BerufspflichtenMandatsende vor dem Termin: Verfahrenssicherung bleibt eine eigene Aufgabe
Kann die kurzfristige Mandatsbeendigung einen zuvor nicht verlegten Gerichtstermin doch noch zu Fall bringen? Der BFH verneint dies im entschiedenen Fall. Für die Beratungspraxis ist besonders wichtig, die gerichtliche Verlegungsentscheidung und die anschließende Sicherung der Prozessvertretung als verschiedene Prüfungsschritte zu behandeln.
Beitragsdatum
ZivilprozessrechtDigitale Klageformulare: Verständlichkeit braucht sichtbare Grenzen
Ein verständliches Formular kann den Zugang zum Gericht erleichtern, ohne den Fall rechtlich zu prüfen. Anlässlich Paschkes Beitrag wird ein enger Qualitätsmaßstab vorgeschlagen: Digitale Angebote sollten nicht nur den nächsten Schritt erklären, sondern auch zeigen, welche rechtlichen Fragen durch das Ausfüllen gerade nicht beantwortet sind.
Beitragsdatum
SozialversicherungsrechtRechengrößen 2027: Zahlenklarheit setzt Statusklarheit voraus
Der Entwurf ermöglicht erste Planungsrechnungen, trägt aber noch keine verbindliche Abrechnung. Die zentrale Beratungsfrage ist, welche Größe für welchen Zweck und welchen Personenkreis einschlägig wäre. Eine einheitliche „Versicherungsgrenze 2027“ gibt es im Entwurf gerade nicht.
Beitragsdatum
Gebührenrecht und StrafverfahrenTerminvertretung: Erst den Auftrag bestimmen, dann die Gebühr
Entsteht aus einer gerichtlichen Bestellung für einen einzelnen Termin bereits das Gebührenprogramm einer umfassenden Verteidigung? Die aktuelle Meldung gibt Anlass, eine methodische Trennung zu betonen: Der Umfang der Bestellung und die Einordnung der Tätigkeit in das Vergütungsverzeichnis sind zusammenhängende, aber nicht identische Fragen.
Beitragsdatum
Verschwiegenheit und ComplianceCompliance-Fragebogen ist keine Offenbarungsbefugnis
Können Unternehmen ihre Kanzleien in standardisierte Lieferantenkontrollen einbeziehen? Die Frage verbindet unionsrechtliche Reichweite mit berufsrechtlichen Grenzen. Der Beitrag behandelt die berufsrechtliche Ebene: Auch eine nachvollziehbare Compliance-Anfrage verlangt eine eigenständige Prüfung der verlangten Informationen und vertraglichen Bindungen.
Beitragsdatum
Vergesellschaftung und ImmobilienbewertungVergesellschaftung in Berlin: Warum die 23-Milliarden-Rechnung zu kurz greift
Die Finanzierbarkeit einer Immobilientransaktion hängt mit ihrer Bewertung zusammen. Wer den Wert übernimmt, muss auch die Ertragsannahmen dahinter prüfen. Sonst kann aus einer richtigen Zinsrechnung eine unbegründete politische Schlussfolgerung werden.
Beitragsdatum
Fremdgeld und BerufsaufsichtEin Transaktionshinweis ist noch kein Prüfungsergebnis
Automatisierte Auffälligkeitserkennung kann Prüfaufwand lenken. Ob sie Fremdgeldrisiken zuverlässig erfasst, hängt jedoch von ihren Kriterien, Daten und nachgelagerten Entscheidungen ab. Die zugänglichen BRAK-Texte beschreiben ein Konzept. Sie liefern keine veröffentlichten Ergebnisse eines laufenden technischen Wirksamkeitstests.
Beitragsdatum
Berufsrecht und DigitalisierungKanzlei als überprüfbare Funktion: Was eine Reform leisten müsste
Eine funktionale Beschreibung der Kanzlei kann neue Arbeitsformen erfassen, muss aber deren Schutzleistung überprüfbar machen. Der Vorschlag der BRAK eröffnet eine Regelungsdiskussion; eine neue Rechtslage entsteht dadurch nicht. Der folgende Beitrag entwickelt Kriterien für diese Diskussion, ohne die Zulässigkeit eines konkreten Kanzleimodells vorwegzunehmen.
Beitragsdatum
KI-VerordnungKI-Fristen nur nach Norm und Systemkategorie
Die Verordnung (EU) 2026/1744 ändert die KI-Verordnung (EU) 2024/1689. Für Fristenhinweise ist die konkrete Systemkategorie wichtiger als eine pauschale Geltungsaussage.
Beitragsdatum
EditorialVerantwortung bleibt zuordenbar
Elektronische Übermittlungswege und automatisierte Auskünfte verteilen Arbeit neu. Sie beseitigen weder die rechtliche Verantwortlichkeit noch die Pflicht, Zuständigkeit, Tatsachengrundlage und Nachweis zu kontrollieren.
Beitragsdatum
Strafprozessrecht und DatenschutzZwei Eingriffsschwellen statt eines pauschalen KI-Vorbehalts
Die Diskussion über automatisierte Polizeiauswertung darf unterschiedliche Maßnahmen nicht zu einer einheitlichen Kategorie verschmelzen. Für die redaktionelle und anwaltliche Prüfung sind zunächst Instrument, Zweck und Eingriffsschwelle auseinanderzuhalten. Der vorliegende Beitrag untersucht einen Regierungsentwurf; eine neue geltende Befugnis wird damit nicht beschrieben.
Beitragsdatum
Mandantenkommunikation und PatentrechtSprachhilfe ist keine Rechtsstandsprüfung
Die am 28. September 2026 dokumentierte Verlagsfassung einer Sprachhilfe zur englischen Schutzrechtskorrespondenz zeigt, warum sprachliche Vereinfachung und rechtliche Präzision getrennt geprüft werden müssen. Gegenstand dieser Anmerkung sind ausschließlich drei überprüfbare Punkte dieser datierten Verlagsfassung. Weder eine vollständige sprachwissenschaftliche Bewertung noch ein festgestellter Haftungsfall wird beansprucht.
Beitragsdatum
Kollektives Arbeitsrecht und TarifrechtBAG 4 ABR 42/25: Prüfungsumfang bei der Eingruppierung
Stützt der Betriebsrat seinen Widerspruch gegen eine Eingruppierung auf Tarifwidrigkeit, begrenzt seine rechtliche Argumentation die gerichtliche Prüfung der vom selben Lebenssachverhalt erfassten Unrichtigkeitsfaktoren nicht.
Beitragsdatum
Anwaltshaftung und BerufshaftpflichtQuellenkontrolle ist keine Deckungszusage
Ungeprüfte KI-Nachweise können anwaltliche Pflichten verletzen; ob daraus ein ersatzfähiger Schaden oder ein Deckungsausschluss folgt, verlangt weitere Feststellungen. Die Anmerkung unterscheidet diese Ebenen und präzisiert den Spielraum vertraglicher Haftungsbegrenzung.
Beitragsdatum
Weitere Onlinebeiträge
Finanzprozessrecht · Elektronischer RechtsverkehrGesellschaftspostfach: Signatur und Versand bleiben getrennt zu prüfen
Der BFH verlangt beim Gesellschafts-beSt keine Personenidentität zwischen einfacher Signatur und Versandanstoß. Die Vertretungsbefugnis beider Berufsträger bleibt entscheidend. Gerade die Zurückverweisung zeigt, welche Lücke ein erfolgreicher technischer Versand nicht schließt.
Veröffentlicht am
Schuldnerberatung · VerbraucherrechtSchuldnerberatung: Zugang, Entgelt und Rechtsdienstleistungsbefugnis auseinanderhalten
Das Vermittlungsergebnis zum Schuldnerberatungsdienstegesetz verbindet Zugang mit begrenzten Entgelten und vorheriger Information. Der RDG-Vorbehalt bleibt bestehen. Die Einordnung behandelt den parlamentarischen Textstand; eine verkündete Fassung und ihr Inkrafttreten sind zum Prüfstand noch nicht verifiziert.
Veröffentlicht am
Arbeitsprozessrecht · AnwaltshaftungDie spätere Erkrankung heilt den früheren Fristirrtum nicht
Wer auf eine rechtlich ausgeschlossene zweite Verlängerung vertraut, kann die Fristversäumung nicht ohne Weiteres einer späteren Erkrankung zurechnen. Die Entscheidung verlangt eine genaue zeitliche Rekonstruktion, enthält aber auch Angaben, die nicht ungeprüft übernommen werden sollten.
Veröffentlicht am
Lauterkeitsrecht · KIKI-Autonomie ist kein Freibrief für die eigene Außendarstellung
Das OLG Hamm ordnet falsche Qualifikationsangaben eines Unternehmens-Chatbots dem Unternehmen selbst zu. Die Entscheidung ist für digitale Außendarstellung wichtig, rechtfertigt aber keinen unbegrenzten Satz einer allgemeinen Haftung für sämtliche KI-Fehler.
Veröffentlicht am
Datenschutz · KanzleiorganisationCybervorsorge: Die Checkliste ersetzt nicht die Wirksamkeitsprüfung
Kleine Kanzleien benötigen nachvollziehbare Sicherheitsentscheidungen, nicht lediglich eine Sammlung empfohlener Produkte. Der Beitrag unterscheidet technische Vorsorge, überprüfbare Wiederherstellung und die rechtliche Behandlung eines Vorfalls.
Veröffentlicht am
Steuerrecht · Betriebliche AltersversorgungPensionsrückstellungen: Verwaltungsöffnung ersetzt keine Einzelfallprüfung
Wertabhängige Pensionszusagen verlangen eine Trennung von rechtlichem Anspruch, steuerlichem Ansatz und Bewertung. Das BMF-Schreiben vom 17. September 2026 eröffnet eine befristete Erleichterung beim Nachholverbot. Entscheidend bleiben die einzelne Zusage und das konkrete Wirtschaftsjahr.
Veröffentlicht am
Europarecht · Arbeitsrecht · DatenschutzGoldplating: Ein zusätzlicher Standard ist noch kein unzulässiger Standard
Die DAV-Stellungnahme 65/26 kritisiert nationale Zusatzanforderungen bei der Umsetzung von EU-Recht. Beschäftigteneinwilligung und Arbeitszeiterfassung zeigen, warum eine tragfähige Bewertung Aufwand, Schutzfunktion und rechtlichen Gestaltungsspielraum getrennt untersuchen muss.
Veröffentlicht am
Berufsrecht · Künstliche Intelligenz · VerschwiegenheitKI-Einsatz: Ergebnisprüfung und Geheimnisschutz getrennt organisieren
Die Kontrolle eines KI-Ergebnisses und die Zulässigkeit des Zugriffs auf Mandatsgeheimnisse beantworten unterschiedliche Fragen. Eine Anmerkung zu Christiane Bierekoven zeigt, warum technische Qualitätssicherung berufsrechtliche Anforderungen an externe Dienste nicht ersetzt.
Veröffentlicht am
Elektronischer Rechtsverkehr · Prozessrecht · KanzleiorganisationbeA 4.6.3: Fehlerbehebung und verlässliche Ausgangskontrolle
Der beA-Anwendersupport nennt den 17. September 2026 als Inbetriebnahme von Version 4.6.3. Die dokumentierten Fehlerkorrekturen erleichtern Arbeitsabläufe. Für die Wirksamkeit einer Einreichung bleiben jedoch das konkrete Dokument, die zulässige Signatur- und Versandform sowie der Eingang bei Gericht maßgeblich.
Aktualisiert am
Steuerrecht · VerfassungsrechtSteuerzugriff oder begrenzte Leistung? Der methodische Kern der Energiepreispauschale
Die Besprechung setzt bei der rechtlichen Konstruktion der Leistung an. Die Gleichheitsprüfung darf nicht von der vorgelagerten Frage getrennt werden, welche Vermögensposition der Gesetzgeber überhaupt gewährt hat. Die Literaturdebatte bleibt mangels Volltextzugangs offen.
Veröffentlicht am
Berufsstruktur · Zugang zum Recht · Legal TechBeratungskapazität lässt sich nicht aus Mitgliederzahlen ablesen
Eine stabile Gesamtzahl der Berufsträger kann mit verschlechtertem Beratungszugang vereinbar sein. Umgekehrt beweist eine strukturelle Verschiebung allein noch keine Unterversorgung. Der Beitrag schlägt eine überprüfbare Untersuchungsfrage statt einer vorschnellen Technologiebewertung vor.
Veröffentlicht am
Zwangsvollstreckung · KanzleiorganisationVollstreckungsformulare ab Oktober: Die Kontrolle endet nicht beim Update
Zum 1. Oktober 2026 ändert sich die Zwangsvollstreckungsformular-Verordnung. Für die Vorbereitung zählt die tatsächlich erzeugte Einreichung: Auch gespeicherte Entwürfe müssen auf die erforderliche Formularfassung geprüft werden.
Veröffentlicht am
Arbeitsrecht · TarifrechtTeilzeit und Mehrarbeitszuschläge: Die Schwelle muss proportional sein
Das BAG beanstandet eine einheitliche 40-Stunden-Grenze für Mehrarbeitszuschläge. Die abgesenkte Schwelle begründet aber noch keinen bezifferten Zahlungsanspruch: Tarifstruktur, Ausschlussfristen und Wochenstunden bleiben gesondert zu prüfen.
Veröffentlicht am
Datenschutzrecht · InformationssicherheitCybervorfall: Forensik und Datenschutzmeldung müssen parallel laufen
Technische Unsicherheit rechtfertigt kein pauschales Abwarten. Behördenmeldung und Betroffeneninformation folgen unterschiedlichen Voraussetzungen. Entscheidend ist eine dokumentierte, fortlaufend aktualisierte Risikobewertung.
Veröffentlicht am
Strafprozessrecht · OpferrechteOpferrechtsstrategie: Zugang, Qualität und Ressourcen zusammen prüfen
Der DAV fordert eine stärkere Opfervertretung und kostenfreie Erstberatung. Die Stellungnahme ist ein rechtspolitischer Vorschlag. Ihre Bewertung muss Qualifikation, Erreichbarkeit und Finanzierung miteinander verbinden.
Veröffentlicht am
Arbeitsrecht · Gesellschaftsrecht · ProzessrechtVerschmelzung im Prozess: Parteiwechsel ohne neue Vollmacht
Das BAG klärt die Folgen einer Verschmelzung für Parteistellung, Prozessvollmacht und Zustellung. Entscheidend sind die Gesamtrechtsnachfolge und die bestehende anwaltliche Vertretung.
Veröffentlicht am
Datenschutzrecht · SteuerverfahrensrechtDSGVO-Auskunft des Finanzamts: Vollständigkeit statt Versicherung an Eides statt
Der BFH verneint im finanzgerichtlichen Verfahren einen Anspruch auf eidesstattliche Versicherung der Auskunft. Die Reichweite dieser Aussage hängt vom Rechtsschutzsystem und vom richtigen Klageziel ab.
Veröffentlicht am
Urheberrecht · MedienrechtMetall auf Metall VI: Sampling braucht einen erkennbaren künstlerischen Dialog
Der BGH bestätigt im konkreten Samplingfall die Pastiche-Schranke. Die Entscheidung eröffnet einen begründungsbedürftigen Freiraum und keine allgemeine Erlaubnis zur Übernahme fremder Musik.
Veröffentlicht am
Schiedsverfahrensrecht · WirtschaftsrechtScrutiny von Schiedssprüchen: Qualitätskontrolle mit Verfahrensgrenzen
Die institutionelle Vorabprüfung eines Schiedsspruchs kann Fehler aufdecken. Ihre Legitimation hängt davon ab, dass Entscheidungsverantwortung, rechtliches Gehör und Kontrolle auseinandergehalten werden.
Veröffentlicht am
Urteilsentwicklung im AnwaltshaftungsrechtVideoverhandlung: bekannte Störungen rechtzeitig beheben
BGH, Urteil vom 30. Juli 2026 – I ZR 31/26: Nach einem gescheiterten Termin sind technische Wiederholungsrisiken aufzuklären. Für ein Rechtsmittel zählt außerdem die vollständige Darlegung.
Veröffentlicht am
Berufsrechtliche EntwicklungKanzleipflicht: Erreichbarkeit muss nach außen funktionieren
BGH, Beschluss vom 28. August 2026 – AnwZ (Brfg) 22/26: Postzustellung allein genügt nicht. Maßgeblich sind die tatsächliche Erkennbarkeit und eine verhältnismäßige Entscheidung.
Veröffentlicht am
Berufsrechtliche EntwicklungVermögensverfall: Freiwilliger Fremdgeldverzicht genügt nicht
BGH, Beschluss vom 14. August 2026 – AnwZ (Brfg) 23/26: Eine Momentaufnahme des Kontostands ersetzt keine rechtlich gesicherte Schutzorganisation für Mandanten.
Veröffentlicht am
Urteilsentwicklung im AnwaltshaftungsrechtbeA-Ausfall: Rettungsversuch ohne zusätzliche Verschuldensfalle
BGH, Beschluss vom 30. Juli 2026 – I ZB 85/25: Formmangel, Zumutbarkeit eines Ersatzwegs und Wiedereinsetzungsfrist verlangen eine getrennte Prüfung.
Urteilsentwicklung im AnwaltshaftungsrechtKrankheit schützt nicht vor Darlegungslücken
OLG München, Beschluss vom 18. August 2026 – 6 U 1263/26 e: Entscheidend sind die konkreten Folgen einer Erkrankung und die zumutbare Vertretungsvorsorge.
Anwaltshaftung: GesetzgebungsrückblickVorsorgeregister: Verfügbarkeit ersetzt keine Wirksamkeitsprüfung
Ab 1. Oktober 2026 erweitert die Vorsorgeregister-Verordnung die Aufnahme elektronischer Abschriften. Verfügbarkeit, Wirksamkeit und Aktualität bleiben getrennte Aufgaben.
Anwaltshaftung: GesetzgebungsrückblickLegal Tech braucht überprüfbare Zuständigkeiten
Die seit 3. September 2026 geltende Fortbildungsprüfungsverordnung für IT und Marketing im Rechtswesen verbindet digitale Abläufe mit Organisationsverantwortung.
Berufsrechtliche EntwicklungVermögensverfall: Die Schlagzeile ersetzt den Beweis nicht
AGH NRW, Urteil vom 17. Juli 2026 – 1 AGH 20/26: Immobilienvermögen, verfügbare Liquidität und der Schutz der Mandanten sind getrennt zu prüfen.
Legal Tech – EntwicklungKI-Kontrolle beginnt vor dem fertigen Text
Richtige Zitate genügen nicht, wenn entscheidende Unterlagen fehlen. Eine Einordnung zu Aktenvollständigkeit, Geheimnisschutz und anwaltlicher Verantwortung.
An der MZfA mitwirken
Aufsätze, Entscheidungsbesprechungen und begründete Erwiderungen sind willkommen. Die Autorenhinweise in Ausgabe 1/2026 erläutern Aufbau, Nachweise und Einreichung.
Für Versicherer und berufliche Auftraggeber.
Vermögensschadenhaftpflichtversicherer finden einen eigenen Zugang für Haftungsprüfung, Anspruchsabwehr und Regress. Die Prüfung nach § 117 VVG kann als gesonderter Auftrag angefragt werden.